Sadhyo Niederberger & Mia Sanchez
21. August 2026 - 20. September 2026



Vernissage:

Freitag 21. August 19 Uhr 

Werkgespräch:

Sonntag 20. September 14 Uhr
Werkgespräch mit Andrina Jörg und den Künstlerinnen


Finissage:

Sonntag 20. September

Öffnungszeiten:

Donnerstag 17—19 Uhr
Freitag 17—19 Uhr
Sonntag 15—17 Uhr




Sadhyo Niederberger



Mia Sanchez



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Kleidung schützt nicht nur den Körper – sie erzählt Geschichten, stiftet Zugehörigkeit und macht Normen sichtbar. Sadhyo Niederberger und Mia Sanchez thematisieren Kleidung aus zwei unterschiedlichen Perspektiven und mit verschiedenen Medien. Beide Künstlerinnen beschäftigen sich in verschiedenen Werkgruppen seit Längerem mit Kleidung und nutzen dafür Kleider aus ihrem erweiterten sozialen Umfeld. Mia Sanchez setzt das Thema kontinuierlich in Siebdruck auf Leinwand um. Aus Fotografien einzelner Kleidungsstücke entstehen im Druckprozess Konstellationen, die Fragen nach den Kleidercodes und deren Bedeutung aufwerfen. Durch identische Rasterung der Bilder und den Schwarz-Weiss-Druck entstehen neutral erscheinende Musterkollektionen. In der Beletage zeigt Mia Sanchez die Werkserie Pattern Recognition (2025), die auf der vorherigen Serie Strategies (2023) aufbaut.Grossformatige Siebdrucke zeigen gleichzeitig grosse Umzugskleiderkartons und deren Inhalt.

Sadhyo Niederberger entwickelt für die Beletage eine raumgreifende Bodeninstallation aus gebrauchten dunklen Kleidungsstücken. Blow Up II ist ein weit ausgreifendes Gewebe aus Kordeln und Wülsten, das sich über den Boden ausbreitet. Die ehemals getragenen Kleider verlieren ihre Funktion und werden zu einem skulpturalen Material, in dem sich individuelle Lebensgeschichten, Erinnerungen sowie Fragen nach Konsum und Materialkreisläufen verdichten. Beide Positionen kreisen trotz ihrer unterschiedlichen formalen Ansätze um dieselben grundlegenden Fragen: Wie entsteht Identität und welche gesellschaftlichen Strukturen werden über Kleidung sichtbar? Welche Geschichten schreiben sich in Dinge ein? Die Ausstellung ist zugleich ein Dialog zwischen zwei Generationen von Künstlerinnen und zeigt, wie unterschiedlich sich ähnliche Fragestellungen in zeitgenössischer Kunst artikulieren können.